Verwirrung über Content Marketing aufgelöst

Content Marketing ist das neue Linkbuilding? Oder ist Content Marketing nur eine Text-Anzeige?

Wenn du dir nicht sicher bist, was Content Marketing wirklich bedeutet, dann schau dir das Video an oder lies den Beitrag, denn ich erkläre dir, was ganz genau was Content Marketing wirklich ist.

Ich hatte das Thema bereits in den letzten SEO NEWS angesprochen, dass der Begriff Content Marketing ziemlich inflationär eingesetzt wird. Das ist nicht nur in meiner Recherche zum Thema aufgefallen, sonder auch anderen Autoren. Wie Carsten Koller, der hier erklärt, was ihn persönlich daran nervt. Er stellt hier schon viele Themen richtig.

Das habe ich mir zum Anlass genommen, meine eigene Sichtweise in Spiel zu bringen und dir zu erklären, was Content Marketing wirklich bedeutet.

Kommen dir folgende Aussagen bekannt vor?

  • „Content Marketing heißt Text mit Mehrwert erstellen.“
  • „Content Marketing ist das neue Linkbuilding.“
  • „Content Marketing ist eine Werbung als Textanzeige.“

Dann verabschiede ich direkt von dieser eindimensionalen Betrachtung.

Ich werde dir zeigen, was hinter dem Wort steckt und wie wir es vereinfacht betrachten können.

Was bedeutet hochwertiger Inhalt?

Die meisten hören bei der Definition bei dem Thema Content auf. Leider ist das nur die Hälfte der Gleichung, die Content Marketing ausmacht. Starten wir doch aber an der Basis.

Du brauchst Inhalte mit Mehrwert, das hast du sicher schon gehört.

Das bedeutet:

  • 10x Content: Der Content ist viel besser als der Standard. Es müssen mehr relevante Informationen zum Thema vorhanden sein, als bei dem Rest.
    Beispiel: Statt der üblichen 10 Tipps hast du 100 Tipps.
  • Deine Zielgruppe muss überzeugt werden: Du entwickelst den Content für eine spezielle Zielgruppe und deren Anforderungen.
  • Die Aufarbeitung muss super sein: Design ist gut, Lesbarkeit und weitere Faktoren passen und der Content ist interessant bebildert.
  • Der Content beantwortet W-Fragen: Was sucht der Nutzer? Beantworte dies.

Wenn du einen Text schreiben willst (was eine verbreitete Contentform für das Contentmarketing ist) hier ein guter Artikel von SEOKratie:

 

Die 7 Grundpfeiler Deiner Content-Marketing-Strategie

Welcher Content eignet sich?

Wie erwähnt ist die Kombination von Text und Bild sehr verbreitet und funktioniert auch super.

Hier ein paar Beispiele, wie andere Contentarten für die Verbreitung aufbereitet werden können:

Meist kannst du alle Inhalte, nur durch eine Anmeldung mit deiner E-Mail Adresse oder komplett frei, anschauen. Ich bin ein Freund davon viele Inhalte über Content Marketing frei zugänglich zu machen.

Ist der Content aber 10x kannst du auch eine E-Mail Adresse fordern, die sich vielleicht später auszahlt.

Wichtig ist, dass der User im Mittelpunkt steht und nicht der Brand oder ein Produkt.

Wie kann ich meinen Content bewerben?

Nachdem du deinen Content erstellt hast kannst du ihn zunächst auf deinem Blog veröffentlichen.

Reicht das?

Um zu ranken – ja. Um schnell zu ranken, oder andere gute Effekte zu erzielen – nein.

Du musst deinen Content in die Welt tragen und erst jetzt wird das Ganze zu Content Marketing.

  • E-Mail & Newsletter: Hast du bereits Kunden, dann schick ihnen doch den Content. Vielleicht tust du ihnen damit etwas Gutes.
  • Experten & Influencer: Sind Experten Bestandteil deines Contents? Super, dann kontaktiere diese erneut und mache auf die Fertigstellung aufmerksam.
  • Ads (Facebook oder AdWords): Klassisch Ads mit der richtigen Zielgruppe eigenen sich auch dafür, um deine Inhalte ins Rollen zu bringen. In meinem Beispiel war es ein gesponsertes Youtube Video, was mich überzeugt hat einen Channel zu abonnieren.
  • PR-Abteilung: Hast du die Möglichkeit den Content hier auch zu verteilen, dann nutze es – auch offline!
  • Social Shares & Kommentare: Suche nach ähnlichen Themen und kommentiere dort, oft erreichst du so gute Aufmerksamkeit.

Welche Ziele sollte ich tracken?

Eigentlich musst du dir diese Frage schon am Anfang stellen, aber hast du das einmal verinnerlicht legst du auch die richtigen Ziele vor deiner Content Marketing Kampagne fest.

Ich erkläre dir kurz, was du vom Content Marketing erwarten kannst und was nicht:

  • Markenbekanntheit / Brandbuilding: Geeignet, weil als der Brand mit den hilfreichen Inhalten im Kopf bleibst. Das kann indirekt zu vielen anderen Zielen führen.
  • Links auf Zielseite (Backlinks): Nicht geeignet, weil Linkbaits meist erkannt werden und der Content teilweise leidet. Indirekt ist es aber möglich Backlinks zu bekommen.
  • Positives Image: Geeignet, weil durch hochwertigen Content, die Akzeptant deiner Expertenstellung steigt.
  • Rankings verbessern: Geeignet, weil durch gute Inhalte Onpage deine Rankings maßgeblich mitbestimmt werden. (Win-Win auch ohne Vermarktung)
  • Virales Verhalten: Nicht geeignet, weil dies schwer planbar ist und einige Themen sich nicht dafür eigenen. Oft auch eine Budgetfrage und viral = relevant ist nicht immer gegeben.
  • Conversions / Kunden: Nicht geeignet, weil du deine Produkte nicht in den Vordergrund spielst im Content.

Denke vor der Planung darüber nach, was du erreichen willst und ob Content Marketing wirklich die richtige Herangehensweise ist.

Wenn du dich dann dafür entscheidest legst du deinen Ziele fest. Das ist nicht immer leicht, aber auch nicht unmöglich. Zum Beispiel kannst du die Abos deines Channals messen oder die Zugriffe über deinen Brand.

Der vereinfachte Content Marketing Prozess

Fassen wir nochmal kurz zusammen.

(0. Du überlegst dir, ob deine Ziele mit Content Marketing umsetzbar sind.)

  1. Analyse Phase: Du schaust dir die Zielgruppe an und definierst ggf. Persona. Du recherchierst die wichtigsten Punkte zum Thema und bringst deine eigene Expertise rein. Du schaust dir an, was deine Konkurrenz besser macht und toppst das.
  2. Content Phase: Du wählst die passenden Contentarten zur Zielgruppe und bringst den Mehrwert in eine ordentliche Form.
  3. Kaffeepause (Weil die ersten Schritte schon echt Mühe machen)
  4. Bewerben Phase: Du schaust dir an, welche Kanäle sich für die Zielgruppe eigenen und ob dieses ins Budget passen. Du veröffentlichst deinen Content und teilst ihn.
  5. Monitoring Phase: Du schaust, wie sich deine definierten Ziele entwickeln und passt vielleicht auch die Werbekampagnen an. Du entwickelst auch Pläne für die nächsten Inhalte oder den Aus- / Umbau des aktuellen.

Der Prozess ist stark vereinfacht, zeigt dir aber, dass du dann wieder von vorne anfangen kannst. Das Monitoring wird dir aufzeigen, ob du so weiter machen kannst oder etwas ändern musst.

Wichtig ist, das du verstehst was Content Marketing ist, wie viel Aufwand dahinter steckt und wie du mit einfachen Schritten auch einen eigenen Prozess anfangen kannst.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Content-Erstellung und den Fachgesprächen zum Thema, die du vielleicht in Zukunft führen wirst 😉

Patrick Kowalski 02

Patrick Kowalski

5 Jahre im Online Marketing – Speziell SEO
Bereits mehr als 200 Projekte analysiert
Selbsternannter „Onpage Fuchs“
Patrick’s Profil

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